Intimgymnastik

Schule von Tatyana Kozhevnikova

Ein Gespräch über ein Tabuthema oder eine Erziehung, die wir nicht bekommen haben

Ein Gespräch über ein Tabuthema oder eine Erziehung, die wir nicht bekommen haben

— Im Bett mit dem Ehemann ist es ja so farblos und langweilig geworden! Wir sind schon so viele Jahre zusammen, und die Emotionen sind nicht mehr so wie früher.

— Hör mir zu, Freundin, ich erzähle dir jetzt, was wir vor kurzem ausprobiert haben…..

Ein normaler Dialog heute. Ein ganz einfacher. Gott sei Dank, kann unsere Generation ganz ruhig die Fragen der sexuellen Sphäre besprechen: um Rat zu fragen, Informationen und Erfahrungen auszutauschen. Leider ist solche „Freiheit“ für uns nur vor nicht langer Zeit zugänglich geworden. Manche Leute empfinden Befangenheit bei Gesprächen über ganz einfache Sachen. Was kann man hier doch sagen, wenn das Thema Sex so viele Jahre unter Verbot war! Heute haben aber zeitgerechte junge Damen gelernt, ihre Sinnlichkeit zu erfahren, auf diese Sphäre Aufmerksamkeit zu lenken und sich um sich selbst zu sorgen. Lassen wir uns denn die Grenze etwas erweitern, unseren Körper mit Liebe annehmen und Harmonie mit weiblicher Natur und Sinnlichkeit herstellen.

Wie sorgen wir uns um uns selbst?

Ein regelmäßiges Fitness-Training, - heute sind ganz verschiede Formen des Fitness verbreitet, - ist für moderne Frauen zur Norm geworden. Alle verstehen es ganz gut, dass man Muskeln trainieren und im Tonus halten muss, damit unser Körper schön und gesund bleibt. Und wir werden dann seltener krank sein und besser aussehen: und als Folge werden wir uns selbst und unserer Umgebung gefallen. Es erstaunt, dass manche Frauen bisher keinen Bescheid darüber wissen, dass man Intimgymnastik treiben muss, um keine Probleme mit der gynäkologischen Gesundheit zu haben oder um diese Probleme erfolgreich zu lösen, sowie um sexuell anziehend zu sein. Hat das Sie zum Lachen gebracht? Das ist ganz unrecht von Ihnen! Hier arbeitet dasselbe Prinzip wie beim Training der beliebigen anderen Muskeln. Lassen wir uns diesen Moment etwas ausführlicher betrachten.

Ist die Medizin machtlos?

Tatyana Kozhevnikova, die für heute eine einzige weltbekannte und zertifizierte Trainerin in Intimgymnastik ist, gibt folgende Erläuterungen:

«In meinen Trainings und Meister-Klassen höre ich manchmal von Frauen, dass ihre Umgebung für diese Übungen kein Verständnis aufbringt. Manche begreifen einfach nicht, wie die Intimgymnastik für die Gesundheit förderlich und für jede Frau von großer Bedeutung ist. Hier kann man gewiss nicht die Schuld nur den Frauen zuschreiben. Das Problem besteht darin, dass das Thema in unserer Gesellschaft zu einem Tabuthema gehört. Lassen wir uns auf eine Auseinandersetzung mit dem Thema ein:

Für die Übermittlung solcher Information müssen gewiss in erster Linie Ärzte verantwortlich sein, da gerade sie ihre Patienten mit solchen Dingen vertraut machen müssen. Doch sind unsere Ärzte keine großen Kenner auf diesem Gebiet. An der Hochschule hatten sie nur mit der Krankengymnastik zu tun, und dabei war es ein Anfangsniveau. Höchstens erzählte man ihnen über den Dr. Arnold Kegel (Arnold Kegel ist ein amerikanischer Gynäkologe Mitte des 20. Jahrhunderts, der die Übungen zum Trainieren der Intimmuskeln entwickelt hat, und die heute die Kegel-Übungen heißen). Die Kegel-Übungen sind einfach ein Kindergeburtstag im Vergleich zur richtigen Intimgymnastik. Auch wenn man Kegel-Übungen empfiehlt, bietet man den Patienten keine Informationsblätter oder methodische Hilfsbücher an. Wenn man doch diese angeboten sind, sind sie unwissend geschrieben. Und diesen Umstand haben wir schon mit mehreren Gynäkologen besprochen. Gerade deswegen erzielt man bei der Ausführung der Kegel-Übungen keine ernsthaften Ergebnisse. Gleichermaßen gibt es keine Ergebnisse beim Treiben der Krankengymnastik. Ich nahm selbst an einem Kurs zur Krankengymnastik teil, um Krankengymnastin zu werden. Wir hatten Unterrichte, die verschiedenen Krankheiten gewidmet waren.

Und, was die Intimsphäre und Prophylaxe der intimen Gesundheit betrifft, wurden hier ganz komische Übungen angeboten. Zum Beispiel, musste man im Kreis gehen, Arme hoch machen und in die Hände klatschen, und dann im Wechsel die Beine anheben und unter den Knien in die Hände klatschen. Das ist ja reine Zeitverschwendung! Und die Fachärzte für Krankengymnastik sind damit ganz einverstanden, doch können sie nicht, zum Beispiel, mein Programm einführen, da sie einen bestimmten Plan haben, der auf Ebene des Staates ausgearbeitet wurde. Und sie sind nicht berechtigt von dem abzuweichen.

Es ergibt sich daraus, dass es von den so genannten Kegelübungen, sowie von der Krankengymnastik keine Ergebnisse gibt, und Frauenärzte empfehlen, alles herauszuoperieren, um sich nicht zu quälen, oder eine plastische Operation zu machen. Was ist denn eine plastische Operation? Man hat Sie operiert und Muskeln festgezogen, doch werden sie nach einiger Zeit wieder schwach. Und man muss wieder eine Operation machen lassen. Niemand kann Ihre Muskeln auf immer festziehen. Aber für jede solche Operation ist eine Narkose erforderlich, und außerdem ist das ein körperliches und psychologisches Trauma, und ein Schlag auf die Gesundheit.

Es gibt einen Ausweg und er ist hier!

Wir sprechen darüber aus dem Grund, dass manche Frauen einfach keinen Ausweg daraus finden können. Übliche Übungen bringen keine Ergebnisse und man soll sich letztlich unter das Messer legen. Niemand erzählt den Frauen auf professionellem Niveau darüber, dass die Intimgymnastik eine gleichwertige Alternative zu den Operationen werden könnte. Bisher werden solche Gespräche nur zwischen Frauen geführt, und in den Fällen, wenn eine Frau meine Trainings schon besucht und jemandem empfohlen hat. Und hier kommt der Moment, in dem man muss, Ihre persönlichen Komplexe überschreiten und anerkennen, dass das alles Ihnen auch wirklich nötig ist.

Es wurde in Wirklichkeit schon seit langem bemerkt, dass die allermeisten Frauen zur Intimgymnastik kommen, und sogar die, wer sich darüber lustig machte, doch erst dann, wenn sie von irgendwelchen Ereignissen eiskalt erwischt wurden. Hier kann man solche Beispiele anführen: eine Frau wurde von ihrem Mann verlassen; oder eine Frau kann eine Zeit lang keinen Verehrer für sich finden; oder sie hat Probleme im Bett bekommen. Und hier fängt man an, nach einem Ausweg zu suchen und kommt man zur Intimgymnastik. Aufrichtig gesagt haben absolut alle Frauen sexuelle Probleme. Das ist ein ganz üblicher Prozess. Und die Intimgymnastik ist eine Methode, mit derer Hilfe eine Frau sich entspannen und beruhigen kann. Und das lässt sie fühlen, dass sie eine Frau ist, dass sie schön aussieht, gesund und von Männern begehrt ist. Das wollen doch alle Frauen!

Im Land, wo wir erwachsen sind, gab es leider keinen Sex. Und deshalb wird eine beliebige Information, die den Intimbereich des Menschen betrifft, automatisch zu etwas Unanständigen. Ein Muskel ist das eigentlich nur ein Muskel. Und was spielt es für eine Rolle, wo sich er befindet? Die «Scheide» ist ein medizinischer Begriff. Was gibt es hier Besonderes? In unserer Gesellschaft entstehen doch damit gewisse Probleme.

Heute müssen wir uns das Verständnis dafür beibringen, dass alles im Zusammenhang steht: unsere Gesundheit, unsere Jugend, unser sexuelle Ausbildung, unsere innere und äußere Gepflegtheit sind eng miteinander verbunden.  

Wie kann man die eigene Sexualität erhöhen? Hormone und Energie

Erinnern wir uns daran, dass die Intimgymnastik uns nicht nur auf physischer Ebene, sondern auch auf energetischer Ebene zugute kommt. Jeder Mensch hat Energie. Und darüber sind wir uns im Klaren. Heute sagt Ihnen ein beliebiger Arzt oder Psychotherapeut, dass die Nebennieren das leistungsstärkste Energiezentrum des Menschen sind, da sie Adrenalin produzieren. Und die Nebennieren gehören zum Urogenitalsystem, das in einer unmittelbaren Verbindung mit der intimen Sphäre steht. In der modernen Welt finden wir genug viele Anlässe, um oft nervös zu sein, und leiden unter ständigem Stress. Deswegen ist es nicht erstaunlich, dass unser Urogenitalsystem schwach wird. Demzufolge beginnt die Energie allmählich abzusinken, und eine Frau hat schon nicht so viele Kräfte, wie sie früher hatte.

Das zweite wichtige Energiezentrum ist Eierstöcke, da hier östrogenes Hormon produziert wird. Mit zunehmendem Alter, nach Geburt, wegen Stresse und anderer ähnlichen Ursachen wird der Hormonhaushalt gestört. Und eine Verminderung des Östrogenspiegels führt dazu, dass eine Frau verwelkt, und sie sieht nicht mehr so anziehend wie früher aus, und strahlt keine bisherige sexuelle Energie aus.

Und, schließlich, die Schilddrüse, die für den psychoemotionellen Zustand der Frau verantwortlich ist, was, selbstverständlich, auch die Gesundheit der Frau beeinträchtigt. Zu allem Überfluss sind unsere Frauen oft nervös und haben von ihrer Natur aus eine Neigung dazu, sich in Wehmut und Unruhe aufzulösen und daran zu denken, dass etwas Schlechtes unbedingt passieren muss. Das alles schlägt auf die Schilddrüse.

Heute kann man mit sich selbst alles machen, was Sie wollen: zu viel dekorative Kosmetik aufzutragen, Botox hineinzupumpen, eine Straffung zu machen. Doch das alles ist nur eine äußere Maskierung. Man sollte verstehen, dass diese Maßnahmen den Eierstöcken nicht helfen können. Man kann, natürlich, noch Hormone einnehmen, aber jeder Arzt sagt Ihnen, dass das schwerwiegende Folgen für die Gesundheit hat.

Die Intimgymnastik übt einen Einfluss unmittelbar auf Hormone und auf diese Sphäre insgesamt aus. Das lässt sich ganz einfach erklären: Während der Gymnastik werden alle Muskeln trainiert, wird der Blutkreislauf verbessert und beginnen die Drüsen aktiv zu arbeiten. Beliebige Stauungsprozesse hören auf, und der Scheidenausfluss normalisiert sich. Die Absonderungen von Sekret aus Vagina werden wieder stark, was die Schleimhaut kräftigt und den Hormonhaushalt wiederherstellt. Und was die psychologische Ebene betrifft, wenn eine Frau ihre Intimmuskeln trainiert, wird sie ruhig, erhöht sich ihre Empfindlichkeit, Lust, und sie fühlt, dass sie von Männern begehrt ist, und realisiert sich im sexuellen Bereich. Das wirkt, natürlich. positiv auf die Arbeit der Schilddrüse ein.